Wir,
das Systemische Institut Kassel

Hier soll der systemische Ansatz weiter getragen und gelehrt werden. Wir, mein Team und ich, werden dies mit vollem Engagement und Freude tun.

Systemisch, das heißt aus unserer Sicht:

  • Die Lösungen ins Blickfeld zu nehmen und nicht das Problem. Auf diese Weise finden Menschen andere Sichtweisen und gewinnen zusätzliche Handlungsmöglichkeiten und entdecken bislang ungenutzte Ressourcen.
  • Probleme sind nicht Störungen, sondern sie sind Ausdruck des zwischenmenschlichen Miteinanders im Beziehungsgefüge.
  • Menschen und ihre Probleme sind in einem größeren Zusammenhang und im Kontext ihres Umfeldes zu sehen. Dabei ist das Verhalten immer kontextabhängig.
  • Dazu bedarf es eines methodischen Konzeptes, das an systemtheoretischen Überlegungen ausgerichtet ist, bei dem Aufbau und Funktionen von Systemen und die Interaktionsprozesse in Systemen im Mittelpunkt stehen.
  • Es wird von der Annahme ausgegangen, dass die Wirklichkeit oder die „objektive“ Welt nicht „entdeckt“, sondern „erfunden“ wird. Das heißt, dass jeder seine eigene Welt/Geschichte er-findet und es keine objektive Wahrheit gibt. Dies ermöglicht uns, neue nützlichere Konstruktionen zu er-finden.
  • Die unvoreingenommene Haltung der Berater_in/Therapeut_in setzt Respekt, Interesse und Wertschätzung gegenüber den Handlungs- und Lebensstrategien der Klient__innen voraus.
  • Zu den Grundwerkzeugen systemischen Arbeitens gehören neben weiteren Interventionsformen auch zirkuläres Fragen, Hypothesenbildung und positives Umdeuten.
Unsere Leistungen

Systemische Therapeut:innen arbeiten mit Kindern, Familien, Paaren oder auch einzelnen Erwachsenen. Probleme bzw. Symptome, die sich zeigen, werden von den Klient:innen beschrieben und von den Therapeut:innen als zum System gehörend betrachtet ohne diese zu bewerten. Durch das „Annehmen wie es ist“ unterstützen die Therapeut:innen ihre Klient:innen, besser zu verstehen und anzuerkennen was ist. Sie begleiten die Klient:innen darin, bei sich und ihrem Umfeld Ressourcen und Kompetenzen zu entdecken, die hilfreich sind. Die Klient:innen werden bestärkt, Lösungen für sich zu finden, die eine heilsame Veränderung bewirken. Systemische Therapeut:innen sind vorwiegend im klinischen und sozialtherapeutischen Kontext tätig, sowie in der Kinder- und Jugendhilfe. Sie arbeiten angestellt oder als Selbstständige in eigener Praxis.

Die Weiterbildung zur Systemischen Beratung bereitet darauf vor, in Beratungsfeldern tätig zu sein, die keine ausdrückliche therapeutische Ausrichtung haben, wie z.B. Schulen, Einrichtungen der beruflichen Bildung oder öffentliche Verwaltungen. Bei der Arbeit mit den Klient:innen geht es darum, diese mit den Methoden und Interventionen der Systemischen Arbeit in ihrer persönlichen, schulischen oder beruflichen Entwicklung zu fördern und zu begleiten. Die Weiterbildung qualifiziert darüber hinaus, systemisch innerhalb einer Organisation zu arbeiten bzw. institutionsübergreifende Aufgaben wahrzunehmen, wie Führungs- oder Koordinationstätigkeiten.

Systemische Coaches arbeiten mit erwachsenen, psychisch gesunden Menschen zu Anliegen aus dem persönlichen oder beruflichen Kontext. Die Coaches begleiten darin, Veränderungsprozesse zu initiieren, Entscheidungen zu treffen, Krisen zu bewältigen und Konflikte zu lösen. Systemisches Coaching optimiert persönliches und unternehmerisches Wachstum und Weiterentwicklung. Es führt die Klient:innen aus begrenzendem und limitierendem Denken in den Raum von Möglichkeiten, um Zukunft zu gestalten und angestrebte Ziele zu erreichen. Coaches, die an unserem Institut ihre Weiterbildung absolvieren, arbeiten im Personalmanagement einer Organisation, als Selbstständige in der Privatwirtschaft, für öffentliche und soziale Trägerschaften, aber auch in medizinischen, kirchlichen und künstlerischen Arbeitsfeldern.

Gesundheitscoaches arbeiten gezielt mit den Themen der hohen Arbeitsbelastung und Stress, dem Erhalt von Leistungsbereitschaft und Motivation am Arbeitsplatz sowie der Gestaltung einer guten Work-Life-Balance. Bei gesundheitlichen Einschränkungen kann ein Gesundheitscoaching wirkungsvoll unterstützen, wenn es um die Um-Gestaltung der Lebensweise oder der Entwicklung eines besseren Gesundheitsbewusstseins geht. Die Methoden des Gesundheitscoachings blicken auf die Ressourcen und Kompetenzen einer Person und unterstützen darin, mit mehr Zufriedenheit und Gelassenheit durch den Arbeits- und Lebensalltag zu gehen. Denn: Gesund zu handeln, darf in erster Linie Lust und Freude machen und sollte nicht nur Anstrengung, Disziplin und Verzicht bedeuten.

Systemaufstellungen sind effektive Diagnose- und Beratungsformen, die in unterschiedlichen Systemen (Einzelpersonen, Familien, Teams, Institutionen, Firmen, etc.) visualisierend zur Klärung beruflicher, persönlicher und familiärer Themen genutzt werden können. Die im Einzel- aber auch Gruppensetting angewandte Methode kann ergänzend im Rahmen von Supervision, Organisationsentwicklungs-, Beratungs-, Therapie- oder Coachingprozessen hinzugezogen werden.

In unserer Weiterbildung lernen Sie die Grundlagen sowie die unterschiedlichen Aufstellungsformen kennen. Dabei legen wir besonderen Wert auf den Wechsel von Praxisanteilen, in Form von Demonstrationen durch die Seminarleiter:innen, eigenen Übungen sowie theoretischen Input.

Die Seminare können einzeln gebucht werden und ermöglichen den Einblick und die Erfahrung mit einem spezifischen Thema des Systemaufstellungsspektrums.

Supervisionen sind Reflexionen beruflicher Tätigkeiten mit dem Ziel, das eigene Handeln zu überprüfen, alternative Handlungsoptionen zu entwerfen und neue Lösungswege anzubahnen. In der Supervision werden Themen aus dem aktuellen Arbeitsgeschehen der Supervisand:innen bearbeitet, die sich auf die institutionelle, kooperative, fachliche oder Klient:innen bezogene Ebene beziehen können. In der Fallsupervision geht es um die Klärungen von Fragen bzgl. Der eigenen Rolle, der Haltung oder der fachlichen Vorgehensweise im Klient:innensystem. Teamsupervisionen bearbeiten Themen in Bezug auf die Arbeit im Team und der Organisation.

Systemische Trainer:innen vermitteln Teilnehmendengruppen fachliches Wissen und wirken auf erfolgreicheres Verhalten hin. Mit Empathie und systemischen Interventionsmöglichkeiten sind sie besonders nahe an den Teilnehmer:innen. So schaffen sie einen wertschätzenden Raum, in dem hindernde Denk- und Verhaltensweisen oder schwelende Konflikte offen angesprochen, bewertungsfrei ans Licht kommen und lösungsorientiert behandelt werden können.

Neben diversen Trainingsmethoden, gestalterischem und didaktischem Wissen berücksichtigen systemische Trainer:innen die Balance zwischen dem selbstorganisierten Lösungsdenken der Gruppe und ggf. den betrieblichen Auftrag zur Veränderung. So wirken sie in gewinnorientiert geführten Organisationen, mit Führungskräften sowie mit Teams und sorgen für einen Markt- und Mitarbeiter:innenorientierten Wachstumsprozess.